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Auf den Spuren der Nachtwächter von 1781 durch die Durlacher Altstadt

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„Hört ihr Leut und lasst euch sagen…“, so erklang damals das Lied des Nachtwächters in den Gassen Durlachs. Für das Team der 3We Werbeagentur aus Bruchsal ließ der Nachtwächter im historischen Gewand anlässlich der Winterfeier Ende Januar erneut seine Lieder erschallen.

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Wir streiften durch geheimnisvolle Winkel und dunkle Gassen, in denen uns der Nachtwächter, bewaffnet mit seinem Horn, begleitet von „Lamperinchen“ alias Annabell und geschützt mit der „Hellebarde“ von Heiko, spannende historische Geschichten und Anekdoten Durlachs erzählte.

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Durlach war einstmals eine eigenständige Stadt – von 1565 bis 1718 war sie die Residenzstadt des Markgrafen von Baden-Durlach. 1715 ging von hier die Gründung Karlsruhes aus, in die Durlach 1938 zwangseingemeindet wurde.

Nachdem Durlach bereits im Dreißigjährigen Krieg durch Brände zerstört wurde, fiel sie 1689 der Feuersbrunst französischer Truppen, die im Zuge des Pfälzischen Erbfolgekrieges von Ludwig XIV. entsandt wurden, zum Opfer. Die Stadt wurde fast vollständig zerstört; lediglich fünf oder sechs Wohnhäuser der Altstadt entgingen dem Feuer. Von der einst großzügig geplanten Karlsburg blieb nur noch der Prinzessinnenbau stehen. Das großartige Vorhaben, die Karlsburg nach den Plänen des Itali­e­ners Domenico Egidio Rossi als mehrflü­ge­lige, große Anlage wieder zu errichten, wurde nur in Ansätzen realisiert. Der vom Brand verschon­te Prinzes­sinnen­bau ist heute noch in das Durlacher Schloss integriert.

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Unser Zug durch die Gassen bei Laternenschein führte uns auch in einige Hinterhöfe, vorbei an kleinen Fachwerkhäusern mit großen Scheunentoren, die Zeugnis von den einstigen Bauern ablegen.

An einigen markanten Stellen der Durlacher Altstadt, wie der Badergasse, dem Brunnen oder dem Basler Tor, dem letzten erhaltenen Stadttor, das früher als Kerker fungierte und noch heute Wahrzeichen für Wehrhaftigkeit und Freiheit ist, erzählte der Nachtwächter interessante und z. T. gruselige Geschichten, Überliefertes und geschichtliche Details.

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So wurde z. B. 1583 in Durlach eines der ersten Gymnasien illustre gegründet und 1586 durch Markgraf Ernst Friedrich feierlich eröffnet. Hier lernten Jungen und junge Männer neben der Theologie auch Latein und Griechisch, Rhetorik und Philo­so­phie, Naturlehre und Natur­ge­schichte.

 

Wir beendeten die spannende Führung durch winterliche Kälte mit einem heißen Umtrunk im Altstadtring. Anschließend erwartete uns auf dem Durlacher Turmberg ein geniales „Anders“-Menü und ein paar gemeinsame feierliche Stunden als Anerkennung für die vielen kreativen, organisatorischen und komplexen Kommunikationsleistungen des 3We-Teams im vergangenen Jahr. Denn wie heißt es so schön: „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!“

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Autor: Susanne Ott

Mit Herz, Hirn und Zielstrebigkeit erklimmt sie nicht nur beim Skifahren die Spitze.

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