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Auf der Suche nach genialen Ideen!

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Um kreativ zu sein, braucht es Anregungen, Freiraum, Querdenken, Phantasie und als Briefing am besten eine Art Liebeserklärung an das Produkt. Doch welcher Techniken bedienen sich eigentlich Kreative, um geniale Ideen zu entwickeln? Gibt es Tools, die Kreativität fördern und wie funktionieren diese?

Ja, die gibt es. Und zwar eine ganze Menge. Hier einige zum Reinschnuppern und Nachahmen.

Die wohl bekannteste Methode Ideen in einer Gruppe zu entwickeln ist das „Brainstorming“, doch auch hiervon gibt es unterschiedliche Spielarten.

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6 Teilnehmer, ein 3-spaltiges Blatt und 5 x Weiterreichen, das ist der Trick. Jeder Teilnehmer schreibt in die erste Zeile drei Ideen und gibt diese im Uhrzeigersinn weiter. Innerhalb von 30 Minuten entwickelt man so mehr als 100 Ideen.
Darüber hinaus gibt es verschiedene Imaginationstechniken, die zu erstaunlichen Ergebnissen führen:

3 Denkstühle (Walt Disney)

Betrachten Sie eine Aufgabenstellung aus drei Perspektiven: die des Träumers, die des Realisten und die des Kritikers und entwickeln Sie daraus Lösungsansätze.
In der Rolle des Träumers ist alles möglich und machbar. Bauen Sie Luftschlösser und schwelgen Sie in Visionen. Überlegen Sie, was ist der Idealzustand, was könnte erreicht werden, welche Möglichkeiten und Chancen liegen in dem Vorhaben.

Wechseln Sie dann die Perspektive (den Stuhl). Als Realist fokussieren Sie sich auf Tatsachen, auf Logik und den gesunden Menschenverstand. Sie überlegen, wie ist die Idee zu realisieren, welche Schritte sind konkret zu tun.
Schließlich nehmen Sie die Haltung des Kritikers ein und fragen sich, was muss verbessert werden, damit es gelingt, wo gibt es Schwachstellen, was passiert im schlimmsten Fall.
Bei dieser Methode ist die Bewertung und Beurteilung der Ideen impliziert. Sie ist für Teams, aber auch für Einzelpersonen geeignet.

6-Hüte-Denken ( De Bono)

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Nehmen Sie in einer Gruppe zu einem Problem unterschiedliche Haltungen ein. Jeder Teilnehmer schlüpft in eine Rolle, die durch einen farbigen Hut symbolisiert wird, so führen unterschiedliche Sichtweisen schnell zu einer Vielzahl von Lösungsansätzen. Die Bedeutung der Farben:

Weißer Hut = Information und Tatsachen
Roter Hut = Gefühle und Intuition
Schwarzer Hut = Kritik und Bedenken, Schwarzmalerei
Gelber Hut = Optimistische Haltung, Sonnenscheinszenario
Grüner Hut = Neue Ideen, Originalität, kreatives Denken
Blauer Hut = Orientierung, Priorität, moderierendes Denken

Der Vorteil dieser Methode. Die Teilnehmer nehmen eine Rolle ein und können so freier und theatralischer einer Position vertreten. Durch die Verteilung der 6 Rollen sind alle wichtigen Denkmodi abgedeckt.

180 ° Methode oder Kopfstandtechnik
Kopfstand
Sie basiert auf der Umkehrung des Problemansatzes und nutzt damit eine typische Eigenschaft von Menschen aus – das Negativdenken.
Zunächst wird das Problem oder die Aufgabenstellung in Frageform definiert. Dann wird die Frage umgekehrt, um Lösungen für die Negativfrage zu finden. Schließlich werden diese Lösungen wieder ins Positive gewandelt.

Das waren einige Techniken an denen man sich üben kann. Generell gilt bei der Ideenfindung, alle Sinne zu aktivieren, alles zuzulassen und den inneren Kritiker zu verbannen und nicht den Anspruch zu haben, auf Anhieb die zündende Idee zu haben.
Und welchen Rat hat mir Walter Plötzer von JW. Thompson einmal mit auf den Weg gegeben:
„Mischen Sie sich unter’s Volk. Gehen Sie ins Kino, auf Konzerte…. Oder gehen Sie zum HSV… machen Sie das, was Ihre Zielgruppe tut!“
Und zum Abschluss: Vermeiden Sie alles, was verhindert, sabotiert, Ideen belächelt.
Kurz: Ideenkiller. Kommentare wie „Daraus wird doch nie was“! „Das akzeptiert der Kunde nicht!“ „Das ist doch albern!“ bis hin zu „Ist das dein Ernst!“ sind schlicht V E R B O T E N!!!

Für alle, die tiefer ins Thema einsteigen möchten, hier noch zwei Buchtipps:

Kribbeln im Kopf von Mario Pricken
Buch-kribbeln-im-kopf1

Egal, was du denkst, denk das Gegenteil von Paul Arden

 

Bildquelle Kopfstand: Bundesarchiv, Bild 102-11513 / CC-BY-SA

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Autor: Susanne Ott

Mit Herz, Hirn und Zielstrebigkeit erklimmt sie nicht nur beim Skifahren die Spitze.

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