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Heirat mit gedruckten Minions

„Die Minions“-Hochzeit oder, wie man 3d-Druck „sinnvoll“ und „problemlos“ einsetzen kann…

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Wer den Blog von 3We schon eine Weile verfolgt, kennt meine kleine Serie, die sich mit 3d-Druck beschäftigt und immer mal wieder Einblicke in diese faszinierende und, sind wir mal ehrlich, häufig nur eingeschränkt sinnvolle Welt der selbstproduzierten Kunststoff-Teile gewährt.

Heute möchte ich einmal keine tiefgreifende Erklärung für die Mysterien der „Hot-Nozzle“-Fraktion hier in Bruchsal oder auch aus aller Welt anbieten, sondern ein wenig über ein kürzlich von mir abgeschlossenen Projekt in der Technologieregion erzählen.

Eine unserer Kolleginnen ist kürzlich heroisch den langen Gang zum Traualtar entlanggeschritten und hat Ihrem (von Ihr selbst liebevoll „Mein Nerd“ bezeichneten) Verlobten das „Ja“-Wort gegeben.
Typischerweise gibt es bei solchen Veranstaltungen nicht nur was fürs Herz, sondern auch etwas für den Magen und weil auch das Auge bekanntlich mitisst, wird das entsprechende Gebäckstück häufig mit mehr oder minder gut passenden Figuren aus Zucker, Porzellan, Marzipan oder Kunststoff bestückt.

Wem nun die üblichen Figuren mit dem sich küssenden oder umarmenden Brautpaar nur ein müdes Gähnen abgewinnen können, der wird seine helle Freude an dem Wunsch haben, mit dem die Kollegin hier in der Full-Service-Agentur an mich herangetreten ist:

„ISCH WILL MINIONS… BANANA!“
(leicht abweichend vom Original-Zitat)

Und so kam es, dass ich begonnen habe die entsprechenden Figuren im 3d-Grafik-Programm zu modellieren, diese für den 3d-Drucker zu exportieren und meinen Makerbot sein (dank des Kunststoff-Drucks) hoffentlich nicht zu sündiges Werk absolvieren zu lassen. Leider war er wohl der inbrünstigen Überzeugung, dass Minions nicht auf die hoch-heiligen Sahnestücke gehören, denn er verstopfte mir nach dem dritten abgebrochenen Versuch vollends, was mich in meiner Überzeugung das Projekt noch rechtzeitig zur Hochzeit abschließen zu können nicht gerade bestärkte.

Aber lange Rede, kurzer Sinn (der geneigte Leser möge mir die deutlichen Worte verzeihen):
Von so `nem blöden 3d-Drucker lass ICH mir noch lange nicht vorschreiben, was möglich und was nicht möglich ist!

Nach einiger Zeit des Auseinanderbauens, Ersatzteile Druckens, Reinigens, ein paar Mal die Finger Verbrennens und zu vielen unflätigen Worten, flehentlichem davor Kniens und abwechselndem Anrufen von Jehova, Gaya, Buddha, Krishna und dem heiligen Spaghetti-Monster habe ich ihn dann doch dazu überreden können, mir relativ zufriedenstellende Figuren in Einzelteilen auf die Druckplatte zu zaubern. (Warum in Einzelteilen? Dazu empfehle ich meinen vorherigen Artikel zum Thema „Überhänge“.)

Nachfolgendes Verkleben der Teile, meiner Finger und was sich sonst noch so in unmittelbarer Reichweite finden ließ, vervollständigte meine Bemühungen und so kann ich nun mit Fug und Recht behaupten, dass wenn auch nicht perfekt, sich nun rechtzeitig zum freudigen Ereignis 2 Minions mehr auf dieser Welt befinden und hoffentlich einige bewundernde Blicke geerntet und die Hochzeit ein klitzekleines Bisschen schöner gemacht haben.

Und für alle Neugierigen – hier sind die Beiden:
3d Druck Minions werden bei der 3We GmbH in Bruchsal angemalt.

Heirat mit gedruckten Minions mit Hilfe der 3We GmbH in Bruchsal.

Heirat mit den 3d Druck-Minions mit Hilfe der 3We GmbH in Bruchsal.

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Autor: Gerald Zum Gahr

Sportlicher Programmierer, der gerne mal etwas länger bleibt.

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