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Bokeh – Mit der Kamera den Fokus aufs Wesentliche zaubern.

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Bokeh – Nein, das ist keine japanische Kampfsportart sondern ein gewollter Effekt der das Herz eines jeden Fotografen oder Hobbyfilmers höher schlagen lässt. Der Begriff stammt aus dem Japanischen und bezeichnet so viel wie „verschwommen“.

Doch für was steht Bokeh überhaupt?
Als Bokeh bezeichnet man das gezielte Verringern der Schärfentiefe, also der Bereich des Fotos, in dem etwas scharf erscheint. Dadurch wirken Elemente, die sich vor oder hinter dem fokussierten Objekt befinden, unscharf und verschwommen. Doch will man nicht möglichst scharfe Fotos? Nein, denn je mehr auf einem Foto scharf erkennbar ist, desto mehr wird der Betrachter vom eigentlichen Motiv abgelenkt. Bokeh ist also nicht nur ein schöner Effekt, sondern auch eine wichtige Technik um Nutzer auf etwas aufmerksam zu machen.

Die 3We-Schrift ist scharf, während das Männchen davor und die Pflanzen im Hintergrund verschwommen sind.

Die 3We-Schrift ist scharf, während das Männchen davor und die Pflanzen im Hintergrund verschwommen sind.

Wie erzeugt man ein Bokeh?
Im Grunde genommen kann jede Kamera ein Bokeh erzeugen. Das beginnt bereits beim Smartphone und endet für die meisten bei Spiegelreflexkameras.
Doch nicht jede Kamera kann auch ein gutes Bokeh erzeugen. Je größer der Sensor, je höher die Brennweite und je weiter die Blende der Kamera geöffnet ist, desto besser wird der Effekt. Die Größe des Sensors entscheidet (Nicht zu verwechseln mit der Auflösung), wie viel Bildinhalt durch das Objektiv aufgenommen werden kann. Die Blende entscheidet, wie viel Licht in die Kamera kommen kann, eine große Blende kann man daher am besten bei schwächerem Licht verwenden, zum Beispiel wenn die Sonne untergeht. Die Brennweite entscheidet, wie nah an den Gegenstand herangezoomt wird. Aus diesem Grund findet man bei kleinen Gegenständen häufig ein Bokeh, während man bei Gebäuden und Landschaften, bei denen kleine Brennweiten erforderlich sind, kein sichtbares Bokeh findet.
Wem der letzte Absatz nicht technisch genug war, findet auf Wikipedia & co noch genauere Erklärungen.

Sehr schön zu erkennen ist das Bokeh an den Pflanzen im Hintergrund (links)

Sehr schön zu erkennen ist das Bokeh an den Pflanzen im Hintergrund (links)

Welchen Vorteil bieten solche Fotos?
Mit einem Bokeh sieht nahezu jedes Foto professioneller aus. Es wirkt fokussierter und gerichteter und lenkt den Betrachter nicht vom eigentlichen Motiv ab. Aus diesem Grund findet man Fotos mit schönem Bokeh häufig auf Stockphoto-Seiten. Aber auch Portrait-Fotos wirken mit einer gewollten Unschärfe im Hintergrund ansprechender.

Gibt es auch Nachteile?
Nicht immer möchte man diesen Effekt. Sind mehrere Elemente im Bild wichtig, zum Beispiel zwei Personen, die auf einer unterschiedlichen Ebene stehen, sollte man auf ein Bokeh verzichten. Hierfür muss die Blende oder die Brennweite entsprechend verkleinert werden.
Für Einsteiger ist es außerdem schwierig immer auf Anhieb auf den richtigen Gegenstand zu fokussieren, denn nicht immer möchte man das Motiv direkt in der Mitte haben. Mit ein wenig Übung und vielen Versuchen gelingen aber die meisten Fotos auf Anhieb.

 

 

Ich hoffe, ich konnte ihnen diesen wichtigen Effekt der Fotografie und wie man ihn richtig umsetzen kann, etwas näher bringen.

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