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Die Babyboomer-Generation ist 50

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Laut Statistischem Bundesamt ist der Jahrgang 1964 der geburtenstärkste der Bundesrepublik seit 1945: 1.357.304 Lebendgeborene zählte die Statistik. Was ist das für ein Jahrgang diese Babyboomer?

Quelle: CFalk  / pixelio.de

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Wir sind anpassungsfähig, teamorientiert und etwas pragmatisch. Kein Wunder – unsere Kindheit verbrachten wir schon in großen Gruppen, ob im Kindergarten oder später in der Schule. Eine Klassenstärke von 40 war bei uns keine Seltenheit. Bei der Berufswahl und im Studium war es nicht anders – die Konkurrenz war groß, die Hörsäle voll. Wir waren aber auch der lebende Beweis für den Aufbruch der Bundesrepublik und den Glauben unserer Eltern an das Wirtschaftswachstum und Chancengleichheit. Für uns gab es die sozialdemokratische Bildungsoffensive, was uns unter anderem Mengenlehre bescherte. Doch unsere Welt bestand nicht nur aus Zuversicht. Als wir älter wurden, sahen wir uns mit den Anschlägen des RAF-Terrors, der Ölkrise mit autofreien Sonntagen und dem Wettrüsten der Großmächte konfrontiert. Wir engagierten uns in Friedensdemos und für die Dritte Welt, demonstrierten gegen Atomkraft und für die Emanzipation. Uns interessierte mehr das Weltgeschehen als unser Outfit. Wahrscheinlich weil wir auch noch nicht gezwungen waren, uns ständig in Facebook oder auf YouTube gut darzustellen. Die gab es nämlich noch nicht.

Diese Babyboomer-Generation wurde im Laufe dieses Jahres 50. Wie ich! Aber ich befinde in bester Gesellschaft mit Hape Kerkeling, Jan Josef Liefers, Jürgen Klinsmann, Johannes B. Kerner, Richard David Precht, Lenny Kravitz, Juliette Binoche, Ilse Aigner, Sandra Bullock, Heike Drechsler, Henry Maske, Michael Groß, …

Weitere berühmte Persönlichkeiten, die 1964 geboren sind findet man auf Stern.de

Ist das jetzt ein Grund zum Feiern? Eigentlich schon, denn vor nicht allzu langer Zeit hätte ich dieses Alter gar nicht erlebt. Noch um 1900 lag die Lebenserwartung in Deutschland bei nur 46 Jahren.

Dafür fühle ich mich noch ganz schön munter. Trotzdem – es ist auch ein komisches Alter. Weil eben vieles noch geht, aber nicht mehr alles. Nach 3 Stunden stehen bei einem Jazz- oder Rockkonzert kneift mein Rücken. Und ich gebe zu, wenn ich sie ließe, wären meine Haare auch nicht mehr ganz satt braun. Wenigstens gehen sie mir nicht aus ;-) Und auch wenn es eine gute Zeit für Entscheider ist, werde ich mich nicht mehr entscheiden, eine neue Familie zu gründen. Was Männer in meinem Alter aber durchaus noch können und auch gern tun.

http://www.zeit.de/2014/10/altern-fuenfzig-lebensmitte-chance

Ich werde stattdessen mehr an mich denken. Da meine Kinder fast aus dem Hause sind und ich keinen Dackel habe, auf dessen Tod ich warten müsste, kann ich nochmal durchstarten. Wie sagen meine Kolleginnen: STURMFREI.

In diesem Sinne bin ich ganz versöhnt auch mit der 5 vorne und folge gern dem Rat eines klugen Zeitgenossen meines Alters:

„Lernen und Genießen sind das Geheimnis eines erfüllten Lebens. Lernen ohne Genießen verhärmt, Genießen ohne Lernen verblödet.“
― Richard David Precht

 

Von der Babyboomerin Susanne Ott

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Autor: Susanne Ott

Mit Herz, Hirn und Zielstrebigkeit erklimmt sie nicht nur beim Skifahren die Spitze.

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